Der Schutz sensibler Steuerdaten muss über regulatorische Anforderungen hinausgehen Steuerdaten im Visier: Compliance allein schützt nicht

Aktuelle Phishing-Warnungen rund um ELSTER zeigen, wie attraktiv Steuer- und Finanzdaten für Cyberkriminelle sind. Für Unternehmen stellt sich damit eine grundsätzliche Frage: Wie lassen sich sensible Steuerdaten schützen, wenn sie sich kontinuierlich zwischen Anwendungen, Plattformen, Partnern und Behörden bewegen? Vertex Inc. (NASDAQ: VERX) („Vertex“ oder „das Unternehmen“), ein führender Anbieter von Enterprise-Compliance-Technologie für den globalen Handel, nimmt die Warnungen zum Anlass, auf die besonderen Sicherheitsanforderungen beim Umgang mit Steuerdaten hinzuweisen.

Natalia Belaya
Vertex

Schutz von Steuerdaten ist Priorität

Das Steuerwesen verdeutlicht diese Herausforderung eindringlich. Steuerdaten sind Transaktionsdaten. Sie enthalten Informationen zu Steuerhöhe und Kunden, finanzielle Zusammenhänge sowie Angaben mit Bezug zu unterschiedlichen Rechtsräumen.

Der Schutz dieser Daten erfordert umfassende Identitätskontrollen, Zugriffsrechte nach dem Least-Privilege-Prinzip, eine klare Segmentierung, Nachvollziehbarkeit über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg, widerstandsfähige Systeme sowie Vertrauen in jeden Drittanbieter, über dessen Systeme die Daten verarbeitet oder weitergegeben werden.

Auch Drittanbieter müssen in das Sicherheitsmanagement einbezogen werden. Unternehmen verlassen sich zunehmend auf Anbieter, Cloud-Plattformen, Datenverarbeiter und Technologiepartner, um kritische Geschäftsprozesse bereitzustellen. Die Services können ausgelagert werden, die Verantwortung für die damit verbundenen Risiken jedoch nicht. Ein gutes Sicherheitsmanagement für Dienstleister erfordert eine sorgfältige Prüfung, klare vertragliche Anforderungen und kontinuierliche Transparenz auch nach Vertragsabschluss.

Compliance ist die Grundlage – nicht das Ziel

Sicherheit und Compliance sind eng miteinander verbunden, aber nicht dasselbe. Ein Unternehmen kann ein Audit erfolgreich bestehen und dennoch einem erheblichen Risiko für einen Sicherheitsvorfall ausgesetzt sein. Umgekehrt kann es über starke technische Sicherheitsmaßnahmen verfügen und trotzdem bei einem Audit durchfallen, weil die erforderlichen Nachweise fehlen. Compliance definiert die Grundlage. Gute Cybersicherheit geht jedoch darüber hinaus: Sie adressiert die Risiken, die für das Unternehmen tatsächlich relevant sind, und macht die Wirksamkeit der eingesetzten Sicherheitsmaßnahmen nachweisbar.

Gerade bei sensiblen Steuerdaten bedeutet Sicherheit deshalb mehr, als regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Unternehmen müssen nachvollziehen können, wo sich Daten befinden, wer darauf zugreifen kann, über welche Systeme und Drittanbieter sie verarbeitet werden und ob die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich greifen. Der Schutz sensibler Steuerdaten muss deshalb als kontinuierliche Sicherheitsaufgabe verstanden werden – über einzelne Audits hinaus.

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